Still diggin'!


Hell Yeah! Was gibt es schöneres?

Natürlich, es ist nicht auszuschliessen, dass dich ein Click bei I-Tunes zu einer neuen Schwedischen Pop-Entdeckung führt. Doch nichts auf der Welt kann es ersetzen in einem Plattenregal zu stöbern. Und wenn du nach dem Stöbern noch was tolles mit nach Hause nehmen kannst, bezahlst du ausnahmsweise sogar gerne. Denn du weisst: Die Existenz des Plattenladens um die Ecke ist essenziell!

Früher, in der guten alten Zeit, bevor wir alle kamen und diese wunderbare Kultur zerstörten, spielte sich Hip Hop noch an Jams, in Mags und auf Vinyl ab. Heute sind die Jams durch Events ersetzt, die Zines durch Onlineportale und das Vinyl durch MP3. Man geht eben nicht mehr in den Plattenladen um zu diggen (engl: graben) sondern lädts sich über irgend einen Torrent runter, was grad angesagt ist. Das hat zweierlei Nachteile: Zum einen kann es passieren, dass euren Lieblingsartists plötzlich das nötige Geld für ihre Arbeit fehlt (die ganze Diskussion um copyrights ist dabei föllig nebensächlich und hat mit dieser Frage relativ wenig am Hut), zum anderen kommt es kaum noch vor, dass ihr neue und geniale Musik beim stöbern entdeckt.

Das soll hier keine Moralpredigt werden, eher will ich es euch schmackhaft machen, mal wieder in einen Plattenladen zu gehen. Nicht nur NostalgikerInnen dürften dort auf ihre Kosten kommen. Klar: vom Durchschauen der Neuankünfte über das Wühlen bei den Klassikern, hin zum Auspacken der Scheibe und bis zum Auflegen auf den Teller, selbst das bewegen der Nadel auf die Platte... alles geht hier analog! In einer von Monitoren und Displays dominierten Welt kaum noch vorstellbar. Doch Vinyl hat auch andere Qualitäten: Neben dem schönen warmen Klang, bietet das Format eine optimale Grösse um die Kunst der Cover-Gestaltung zum Ausdruck zu bringen und ist im Vergleich zu Dateien (an-)fassbar und gegüber der CD deutlich widerstandsfähiger und Robuster. Das umdrehen der Scheibe garantiert dabei auch eine gewisse Auseinandersetzung mit der Musik, die im I-Pod-Zeitalter oft genug zu einer akustischen Hintergrundbemalung wird. Doch das alles ist wohl nebensächlich, denn schlussendlich geht es vorallem auch um etwas: Verdammt viel Stil.

Wer erstmal mit dem Sammeln begonnen hat, wird kaum mehr eine Brockenstube oder einen Flohmarkt undurchstöbert hinter sich lassen können. Plattenspieler gibt es übrigens im Brocki auch schon ab ca. 20.00 Franken. Diese Seiten hier soll einzig und alleine dadurch ihre propagandistische Wirkung entfalten, in dem ich hier aufführe, was ich als letztes so mit nach Hause nahm. Und für alle LiebhaberInnen des schwarzen Goldes unten eine kleine Liste von Plattenläden, wo das alles noch möglich ist. Die Liste ist absolut willkürlich und unvollständig. Tipps nehme ich aber gerne entgegen.





Luzern


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Comix / Remix Pfistergasse 11 Northern Soul, Funk, Rap, Breaks, Mashups, Rock, Zubehör und Mailorder My Favorite!!! Nebenbei auch noch was für Comic und Film FreundInnen Link
Music & Art Dornacherstrasse 17 Alles was andere Leute dorthin bringen Nur Occassionen und leider keine Möglichkeit in Platten reinzuhören. Link
Old Town Store Hertensteinstrasse 64 Kein Rap, sonst einiges Naja. Ich fühle mich anderswo wohler... Link




Zürich

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Six Pack Badenerstrasse 131 Rap, UK-Hardcore, Funk & Soul, etc. Sehr grosses Sortiment an europäischem secondhand Stuff. Leider nicht immer ganz günstig. Dafür sehr billige Rock-Sachen für glückliche FinderInnen... Link
Crazy Beat Badenerstrasse Hip Hop, Funk, R'n'B, new electronic sounds, etc. Nett! Und was man bestellt kommt auch tatsächlich an ;-) Link
Get Recors Limmatquai 100 Drum n Bass Gibts auch als Online-Shop Link
Mono Recors Froschaugasse 8
Hum Recors Ankerstrasse 11 Rap, Funk, Soul, Mash-Up, Reggae, ... auch online alles möglich Link




Genf


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Vinyl Resistance rue de la Terrassiere 10 Hip Hop, Funk. Soul, Jazz, Reggae, Ragga War leider noch nie da... hole ich noch nach
Stigmate Records rue de la Servette 3 Sehr breites Spektrum In Sachen Rap eher ausgefallene Sachen. Viel Zeit und Lust zum diggen mit bringen